März 2026

Freitag, 6. März 2026

 

Endlich Feierabend. Nach einem kleinen Mittagessen fahren wir nach Brunnen und treffen uns mit dem Besitzer des Wohnmobils. Eine Stunde und viele Informationen später machen wir uns auf den Weg nach Hause. Die Velos passen so gerade in die Garage. Das restliche Hab und Gut verstauen wir schnell im Camper und kurz nach 17.00 Uhr geht es auf die Autobahn.

Wir haben sehr wenig Stau und erreichen den Stellplatz in Sarnen noch im hellen. Nun heisst es erstmal alles an seinen Platz räumen. Der Camper bietet ausreichend Stauraum. Nach einem kleinen z Nacht gehen wir früh schlafen. Es war ein doch ein anstrengender und aufregender Tag.

Samstag, 7. März 2026

 

Wir haben erstaunlich gut geschlafen. Leider reicht die Stromversorgung nicht für den Betrieb der Kaffeemaschine. Wir beschliessen oberhalb von Giswil im Owi-Stop einen Kaffeehalt einzulegen. Beim losfahren bemerkt Paul mit schrecken, dass keine gültige Vignette an der Scheibe klebt. Nun fahren wir halt auf der Hauptstrasse bis zum Owi-Stop auf den grossen Parkplatz. Zufälligerweise treffen wir auf Nathanael mit Familie. Sie fahren weiter, wir sehen uns ja später wieder und wir trinken einen feinen Cappuccino. Paul kauft eine Vignette und ich gehe in der Zwischenzeit aufs WC. Doch oh Schreck, die Türe lässt sich nicht mehr öffnen und ich bin eingesperrt. Mit dem Handy rufe ich Paul an und kurz darauf wurde ich von einer netten Angestellten befreit. Glück gehabt.

Wir können den Camper auf dem Pausenplatz des alten Schulhauses parkieren. Bei schönstem Wetter können wir den Geburtstag von Pauls Bruder feiern. Wir verbringen einen schönen Nachmittag bei gutem Essen mit Familie und neuen Bekannten.

Nachdem Fest fahren wir auf den Campingplatz Frutigresort. Es stehen erstaunlich viele Camper hier mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen. Leider sind wir zu spät für einen Besuch des Hallenbades, dafür können wir die Batterien richtig aufladen. Hunger haben wir eigenlich keinen mehr und so gibt es nur etwas kleines.

Sonntag, 8. März 2026

 

Die Nacht war ruhig und nach einem feinen Kaffee und einer heissen Dusche fahren wir los zur Entsorgungsstation. Wir füllen den Frischwassertank und leeren den Abwassertank. An der Reception müssen wir nur noch den Strom bezahlen und schon geht es los. Wir fahren auf der Autobahn via Bern bis zur Raststätte Rose-de-la-Breye am Neuenburgersee.  denn kurz vorher hat sich ein gelbes Lämpchen im Armaturenbrett eingeschaltet und wir wissen nicht was es bedeutet. Achja, die Adblue Anzeige spinnt ja und wir können beruhigt weiter fahren und in den nächsten Tagen auffüllt. Nachdem wir in Genf über die Grenze gefahren sind verlassen wir bei der nächsten Ausfahrt die Autobahn. Nach kurzer Zeit erreichen wir einen schönen Rastplast und wir geniessen das Mittagessen an der Sonne so richtig.

Gegen Abend erreichen wir den Stellplatz in Hauterives und geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen. Am Abend laufen wir durchs Dorf auf der Suche nach einem offenen Restaurant, leider finden wir nichts. Die Pizzeria bietet nur Pizzas zum mitnehmen und die Wartezeit beträgt mindestens eine Stunde, also kochen wir selber.

Montag, 9. März 2026

 

Die Nacht war erstaunlich ruhig, man hörte nur das rauschen des Baches. Leider reicht die Kapazität des Konverters nicht aus für die Kaffeemaschine. Also gibt es keinen Kaffee zum Frühstück. Danach machen wir uns auf den Weg zum Palais Ideal. Nach der Brücke werden wir von Monsieur Cheval begrüsst.

Der Briefträger Ferdinand Cheval fand auf seiner Tour im April 1879 einen ausserordentlichen Stein, der in an einen längst vergessenen Traum erinnerte. Die nun folgenden 33 Jahren verbrachte er damit, Nacht für Nacht seinem eigenwilligen Monument leben einzuhauchen.  Die Ideen dazu fand er in der Natur, aus Illustrierten oder auf Postkarten die er austrug.

Auf einer geschwungenen Treppe geht es dann nach oben. Auch hier gibt es viel zu entdecken. Es ist faszinierend was ein einzelner Mensch imstande ist zu erschaffen.

Wir sind restlos begeistert und es hat sich gelohnt hierher zu kommen.

Danach besuchen wir noch das Museum. Im ersten Teil gibt es Informationen und Skizzen zum Bau des Palais Ideal und einem Nachbau aus Schokolade. Im zweiten Teil findet zur Zeit eine Kunstausstellung statt. Die Wandteppiche des Künstlers  Dom Robert sind sehr farbig und toll gemacht. Die Objekte der Künstlerin Kate Mcc Gwire aus Vogelfedern sind einmalig. Wir beschliessen diesen kulturellen Morgen mit einem feinen Espresso bevor es zurück zum Camper geht.

Wir fahren weiter nach Avignon. Unterwegs suchen wir noch nach einem Wohnmobilhändler, da wir nicht nur Probleme mit der Stromversorgung haben sondern uns wahrscheinlich auch das Gas ausgeht. Der Camper ist wirklich toll, er hat aber, wie man so schön sagt, etwas Wartungsstau. Leider finden wir nichts und so fahren wir auf den Campingplatz mit Stromanschluss.

Dienstag, 10. März 2026

 

In der Nacht hat es immer wieder geregnet und auch am morgen sieht es nicht so toll aus. Wir Frühstücken erstmal gemütlich bevor wir mit den Velos zur Markthalle von Avignon fahren. Hier gibt es viele Leckereien und alles ist schön presentiert.

Danach fahren wir durch die schöne Altstadt zum Papstpalast. Es ist eines der grössten gotischen Gebäude in Europa und gehört zum Weltkulturerbe. Der Palast war zwischen 1335 und 1430 die Residenz verschiedener Päpste.

Danach fahren wir hoch auf den Rocher de Doms, einen wunderschönen Park mit toller Aussicht auf alle Seiten.

Natürlich gehört in Avignon auch der Besuch der berühmten Brücke zum Pflichtprogramm, doch die Wolken werden immer dunkler und wir beeilen uns.

Wir fahren wieder zurück in die Nähe der Markthalle. Dort gibt es ein kleines  afghanisches Restaurant und das wollen wir ausprobieren. Bei den ersten Regentropfen treffen wir ein. Es gibt im innern nur Platz für 4 Personen, zum Glück sind wir die einzigen Gäste. Das Essen schmeckt vorzüglich und mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Kaum sind wir auf dem Rückweg zum Campingplatz fängt es aber wieder an. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag und Avignon hat uns sehr gut gefallen.

Mittwoch, 11. März 2026

 

Zuerst sind wir heute zum Wohnmobil Händler gefahren und haben einen Tank Deckel gekauft. Der alte war kaputt und nicht mehr abschliessbar. Dann haben wir uns noch nach Gasflaschen erkundigt und ob wir einen Adapter brauchen, scheinbar passen die französischen Gewinde. Danach sind wir noch in den Decathlon bevor wir die letzten Kilometer nach Saintes-Marie-de-la-Mer gefahren sind. Der Campingplatz ist riesig, wir siehts hier wohl im Sommer aus? Wir fahren mit den Rädern ins kleine aber feine Städtchen. Es sind einige Geschäfte geöffnet und so bummeln wir durch die schmalen Gassen.

Donnerstag, 12. März 2026

 

Wir haben wie immer sehr gut geschlafen. Gegen morgen fängt es heftig an zu winden. Wir entscheiden uns trotzdem mit den Velos in den Nationalpark zu fahren. Die Strände hier sind traumhaft schön und wir sehen sehr viele Flamingos.

An einem sehr schönen einsamen Strand machen wir etwas Pause, leider geht auch hier die kalte Bise und wir fahren bald weiter.

Beim Leuchturm drehen wir um und fahren wieder zurück. Die Bewegung an der frischen Meerluft hat richtig gut getan.

Zurück auf dem Campingplatz setzen wir uns im Windschatten des Campers an die Sonne. Wir überlegen wie wir am besten unser Gasproblem lösen. Wir haben das Wohnmobil mit 2 vollen Gasflaschen gutgläubig übernommen. Nach drei Nächten war die erste Flasche leer. Wir haben dann festgestellt, dass nur die kleinen 7.5 kg Flaschen verbaut sind. In Frankreich ist es nicht möglich eine passende Flasche oder einen Adapter zu kaufen und für die nächsten Tage ist eine Kaltwetterfront angesagt. Für uns heisst das, wir ärgern uns nicht, sondern fahren morgen in die Schweiz und anschliessend in den französischen Jura.

Freitag, 13. März  2026

Heute fahren wir also wieder Richtung Norden. Wir nehmen bis nach Romans-sur-Isere die Autobahn. Kurz darauf machen wir Mittagspause bei einem schönen Rastplatz. Danach geht's vorbei an Grenoble auf den Stellplatz Le Bourget-du-Lac am gleichnamigen See. Wir haben den Platz im voraus per APP reserviert und bezahlt. Das hat erstaunlicherweise super geklappt.

Samstag, 14. März 2026

 

Die ganze Nacht durch hat es immer wieder geregnet. Auch auf der Fahrt nach Genf wurde das Wetter nicht besser. Nachdem wir die Gasflaschen ausgetauscht haben machen wir uns auf den Weg über die Jura Kette. So hoch ist es hier gar nicht, aber wir sind innerhalb von Minuten wieder im Winter. Natürlich ist der anvisierte Stellplatz noch geschlossen, die Lage währe perfekt gewesen und die Bäckerei im Dorf ist ein Traum. Der zweite ist auch noch zu und so fahren wir weiter zum Lac Chalain. Zur Belohnung und passend zum Wetter gibt es heute Abend ein feines Raclette.

Sonntag, 15. März 2026

 

Heute Morgen sieht es draussen schon wesentlich besser aus. Wir Frühstücken ausgiebig und machen uns auf den Weg zum einkaufen in Champagnole.

Danach fahren wir nach Arc-et-Senans, da wir die königliche Saline schon früher ausgiebig angesehen haben, halten wir nur kurz. Dafür weckt die gegenüberliegende Boutique unser Interesse. Da müssen wir hinein und natürlich kann ich einem kleinen Igel nicht widerstehen.

Ankunft auf dem wunderschönen kleinen Campingplatz in Ranchot. Wir richten uns häuslich ein und machen einen kurzen Spaziergang, es geht hier ein kalter Wind. 

Montag, 16. März 2026

 

Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns auf den Weg nach Bad Krozingen. Das Wetter ist immer noch schlecht und kalt. Der Wohnmobilstellplatz bei der Therme ist gut gefüllt, doch wir finden dennoch ein ruhiges Plätzchen. Am späten Nachmittag besuchen wir natürlich auch die Therme, das warme Wasser und die Sprudeldüsen sind eine Wohltat.

 

Dienstag, 17. März 2026

 

Wir haben wiederum sehr gut geschlafen. Am Morgen scheint die Sonne, aber es ist immer noch frisch. Wir machen heute eine kleine Velotour nach Staufen.Zuerst radeln wir durch den Kurpark und dann gehts immer dem Bach entlang. In Staufen machen wir zuerst einen Kaffeehalt bevor wir uns die wunderschöne Altstadt ansehen.

Danach geht es hinauf zur Burgruine. Von da oben hat man eine tolle Aussicht in die Rheinebene, den Schwarzwald und bei klarem Himmel in die Vogesen.

Nach dieser Anstrengung haben wir uns ein leckeres Mittagessen verdient und machen uns gestärkt auf den Rückweg. Den restlichen Nachmittag sitzen wir vor dem Camper und geniessen die Sonne.

Mittwoch, 18. März 2026

 

Heute macht sich Paul alleine auf eine Biketour. Ich entspanne, lese, häkle ein bisschen und geniesse diesen wunderschönen Tag.

Donnerstag, 19. März 2026

 

Nachdem wir noch im Hieber ein paar Kleinigkeiten eingekauft haben fahren wir zurück in die Schweiz. Auf der Staffelegg geniessen wir die Aussicht an der Sonne mit einem leckeren Fischbrötchen.

 

Paul möchte gerne die letzten beiden Nächte an einem See verbringen und ich will schon lange mal auf den Hombergturm. Der Campingplatz in Mosen hat sogar geöffnet, also nichts wie hin. Wir sind schon am frühen Nachmittag da und dürfen uns einen Platz direkt am Ufer des Hallwilersees aussuchen, super. Paul ist voller Tatendrang und fährt zum Rekognoszieren schonmal hinauf zum Turm.

Freitag, 20. März 2026

 

Zuerst einmal gemütlich an der Sonne mit Seesicht zmörgele. Danach machen wir uns auf den Weg zum Hombergturm. Streckenweise geht es ziemlich steil hinauf und ich brauche erstmal eine Pause. 

Dann gehts auf den Turm, doch in der Hälfte ist für mich Schluss, diese Wendeltreppe ist wirklich nichts für mich. 

Auf dem Weg zum Restaurant beobachten wir einen Helikopter beim starten. Das Mittagessen auf der Gartenterrasse ist sehr lecker, leider haben wir vergessen ein Foto zu machen.

Bei der Weiterfahrt finden wir noch einen einfachen Singletrail und einen schönen Aussichtspunkt. Zurück auf dem Campingplatz geniessen wir nochmals die schöne Aussicht und unser Wohnmobil.

Samstag, 21. März 2026

 

Zuerst fahren wir nach Hallwil zum entsorgen und anschliessend nach Hause. Nachdem wir alles ausgeräumt haben und der Camper geputzt ist bestellen wir uns eine feine Pizza. Danach bringen wir schweren Herzens das Wohnmobil zurück.

 

Wenn auch nicht alles wie geplant geklappt hat und das Wohnmobil Verbesserungs Potenzial hat, waren es sehr erholsame und wunderschöne Ferien.