Sardinien 2025

Tag 1

Freitag 31.10.25

Wir sind heute schon früh wach. Noch ein paar Sachen packen und gegen neun holen wir den Bus ab. Zuerst haben wir etwas Mühe das Auto zu starten, wir kommen und etwas doof vor, schlussendlich klappt es aber doch noch. Irgendwie sind alle Parkplätze besetzt und wir stehen in einer ziemlich engen Parklücke. Nathanael kommt noch schnell vorbei und hat einige wertvolle Tipps für uns. Danach parken wir um und laden unsere habselikeiten ein. Um eins haben wir es endlich geschafft und fahren los. Der Hunger treibt uns in die Gotthard-Raststätte und wir werden nicht enttäuscht.

Danach fahren wir zügig weiter. Es gibt einen kurzen Stau vor dem Gotthard Tunnel und es hat viele Wolken am Himmel im Tessin, das haben wir anders bestellt. Nachdem wir uns bei Cadenazzo durch den Feierabendverkehr gekämpft haben geht es auf der Umfahrungsstrasse vorbei an Locarno und Ascona. Kurz darauf sind wir in Italien und erreichen den Stellplatz in Oggebbio. Die Strasse hinauf ist wirklich sehr schmal und wir sind froh kommt uns keiner entgegen. Doch die Aussicht auf den Lago Maggiore ist toll, mal schauen wie das bei Tageslicht aussieht.

Tag 2

Samstag 1.11.25

Nach einer guten und sehr ruhigen Nacht sind wir schön früh wach. Das Wetter ist auch nicht so wie gewünscht, also erstmal gemütlich Frühstücken. Nachdem alles verstaut ist fahren wir nach Verbanio zum einkaufen.

Danach geht es auf die Autobahn Richtung Süden. Nach einem semi feinen Mittagessen fahren wir bei Viotti ans Meer. Es ist nicht so leicht einen Parkplatz zu finden. In einer Bar mit Meerblick sitzen wir auf der Terrasse und geniessen einen leckeren Espresso. Die letzten paar Kilometer nach Genua sind schnell gemacht und wir finden auf Anhieb die richtige Hafen Einfahrt. Sowas ist uns auch noch nie Passiert, wir sind das erste Auto auf dem riesigen Parkplatz. Nun heisst es warten, irgendwie hat mich eine Erkältung erwischt und ich lege mich ins Bett. Paul macht in der Zwischenzeit schöne Bilder und kauft ein was wir am Morgen vergessen haben. Um 19.00 Uhr sind wir schon auf dem Schiff. Die Kabine ist riesig. Danach suchen wir vergebens die Poolbar, also geniessen wir drinnen einen Alkoholfreien Absacker.

Tag 3
Sonntag 2.11.25

 Nach einer ruhigen Überfahrt, mit wenig Schlaf für mich, gehen wir erstmal Frühstücken. Wir rechneten mit einer Ankunft in Olbia um 8.00 Uhr, es wurde dann aber doch neun bis wir von der Fähre durften. Im Hafen lagen schon einige Fähren und auch ein ganzes Feld mit Bojen, für was die wohl sind.

Wir fahren Richtung Westen und kommen gut voran. Mit Blick auf den Lago di Casteldoria machen wir einen kurzen Fotostop.

Danach fahren wir zügig zum Strand von Pietro a Mare. Es ist wunderschön hier und wir spazieren etwas am Strand entlang. Paul nimmt das erste Bad im Meer, für mich ist die Wassertemperatur gefüllte 10 Grad zu kalt. Wir beschliessen nicht auf dem Parkplatz zu Übernachten, da wir gerne noch etwas draussen sitzen möchten

Nach etwa 3 km kommen wir zu einem einfachen Stellplatz auf den Klippen. Nachdem verspätetem Mittagessen gehen wir hinunter an den Strand. Auch der ist sehr schön, doch es bläst ein kühler Wind. Gegen Abend gibt es dann auch noch ein paar Tropfen von oben. Wir sitzen derweil gemütlich im Camper beim Abendessen.

Tag 4
Montag 3.11.25

Es hat die ganze Nacht gestürmt und auch am morgen bläst noch ein heftiger Wind. Gut für die Kiter und Surfer, schlecht für uns um draussen zu sitzen. Als Paul von seinem Strandspaziergang zurück kommt sieht er das ein schöner Platz in der ersten Reihe frei wird. Also räumen wir zusammen und parkieren um. Das alles vor dem ersten Kaffee, dafür haben wir hier die bessere Stromversorgung und können die Kaffeemaschine benützen.

Heute kommen wir nicht so richtig in die Gänge. Wir erfahren von einer heissen Quelle in der nähe die in den Fluss Coghinas fliesst. Das ist sicher eine ideale Aufwärmrunde mit dem Velo. Also packen wir die Bikes und fahren an den beiden Campingplätzen vorbei zum Fluss. Das erste Stück ist ein richtiger Singletrail mit hohem Gebüsch auf beiden Seiten. Danach kommen wir auf einen Damm, wahrscheinlich ein ehemaliges Eisenbahntrasse, auf dem wir bis nach Santa Maria Coghinas fahren. Die letzten Kilometer sind dann noch Teerstrasse bis ans rechte Flussufer.

Hier sind einige Autos und Büsli parkiert aber im Wasser ist niemand. Also testen wir erstmals die Temperatur. Teilweise ist es sehr warm, doch es gibt auch kühlere Stellen. Insgesamt ist es aber sehr angenehm und wir bleiben ziemlich lange im Wasser. Danach kümmert sich Paul um meinen Plattfuss am Vorderrad, zum Glück war nur das Ventil etwas lose. Paul fährt mal auf die andere Flussseite zum testen. Die Holzbrücke ist sehr stabil und so traue ich mich auch darüber. Danach fahren wir wieder zurück auf den Stellplatz. Das war eine wirklich gelungene Tour.

Tag 5
Dienstag 4.11.25

Fahrrad Werkstatt mit toller Aussicht. Leider besteht das Problem mit dem Vorderrad immer noch, über Nacht war wieder die ganze Luft raus. Nach hoffentlich erfolgreicher Reparatur machen wir uns auf den Weg nach Castelsardo.

Der Weg der Küste entlang ist landschaftlich wunderschön, aber nicht immer ganz einfach. Es gibt einige Kanten und Hindernisse für mich zum überwinden. Doch schliesslich erreichen wir die Baia Ostina. Zuerst nimmt Paul eine erfrischendes Bad, bevor er den platten Reifen wieder aufpumpen muss.

Nun folgen wir der Teerstrasse hinunter nach Castelsardo. Nun geht es wieder den Berg hoch. Oben angekommen gibt es ein kühles Getränk, leckere Paninis und gratis eine geniale Aussicht.

Nach dieser Stärkung nehmen wir die letzten Höhenmeter  hinauf zur Burg in Angriff. Die 360° Sicht ist bei diesem Wetter einfach nur zum geniessen schön.

Danach besuchen wir noch das Museum in der Burg. Hier werden mediterrane Korb-und Flechtwaren ausgestellt.

Für den Rückweg wählen wir eine alternative Route die im nirgendwo endet, also die 200 Höhenmeter wieder runter und auf der anderen Talseite wieder hoch, puh. Nach 28 km, einigen Höhenmetern und vielen Treppenstufen kommen wir ziemlich geschafft am Stellplatz an, aber es war wieder ein wunderschöner, erlebnisreicher Tag.

Tag 6

Mittwoch 5.11.25
Heute haben wir nicht viel gemacht. Am Mittag gab es eine leckere Bratwurst vom Grill mit Salat. Danach haben wir uns weiter vom gestrigen Tag erholt und schon etwas gepackt. Morgen fahren wir weiter.

Tag 7
Donnerstag 6.11.25
Das letzte mal Frühstücken an diesem schönen Ort. Auch wenn es am morgen noch etwas frisch war, haben wir es sehr genossen. 

Danach fahren wir nach Fordongianus zur römischen Therme. Auf dem Weg dahin machen wir noch Mittagspause bei einer Tankstelle mit Restaurant. Das Essen ist sehr gut und die Portionen sind gross. Ich glaube heute fällt das Abendessen aus. Leider ist der Stellplatz in Fordongianus geschlossen, also fahren wir gleich weiter zur Ausgrabungsstätte der römischen Therme. Wir besichtigen die Ruine, es ist etwas schwer sich vorzustellen wie das mal aussah. Danach setzen wir uns in den stellenweise sehr heissen Fluss. Das tut gut, es wärmt einen so richtig von innen heraus. Danach suchen wir uns ein schönes Fleckchen am Fluss ohne Parkverbot, hier bleiben wir diese Nacht.

Tag 8

Freitag 7.11.25

In der Nacht hat es immer wieder geregnet und auch am morgen ist es immer noch bedeckt. Wir packen zusammen und fahren Richtung Giara di Gesturi, eine Hochebene mit einer kleinen Population Wildpferde. Das Wetter wird immer schlechter und die Hochebene versteckt sich in den schwarzen Wolken. Wir fahren zu einem tollen Stellplatz, Entsorgen erstmal und überlegen wohin soll es nun gehen? 

Für die Westküste sieht der Regen Radar etwas besser aus, also fahren wir in die Gegend von Buggeru. Vom Stellplatz hat man eine tolle Sicht auf den Kilometer langen Sandstrand. An diesem Sandstrand standen wir mit den Töffs bei unsererer ersten Sardinien Reise direkt in den kleinen Dünen. So etwas ist heute kaum vorstellbar. Das Wetter ist sehr Abwechslungsreich.

Tag 9

Samstag 8.11.25
Heute ist es den ganzen Tag stürmisch und es regnet immer wieder. Paul macht trotzdem einen kleinen Strandspaziergang und sieht, dass das Restaurant unten heute Mittag geöffnet hat. Da wir für den Stellplatz nichts bezahlen brauchen gönnen wir uns ein feines Mittagessen. Ansonsten machen wir nicht viel.

Tag 10

Sonntag 9.11.25

Nachdem trostlosen Tag von gestern werden wir durch die Sonne geweckt. Nach dem Frühstück packen wir zusammen, verabschieden uns von der Stellplatz Katze und fahren weiter Richtung Süden.

Den ersten Stop machen wir schon beim Aussichtspunkt nach Buggeru. Danach halten wir noch öfters an und geniessen die tolle Aussicht.

Da heute Sonntag ist und die Geschäfte bis Mittags geöffnet haben machen wir noch einen kurzen Stop in Iglesias. Leider finden wir keine Entsorgungsstation und so fahren wir weiter bis zum Stellplatz Mare Blue. Auch hier hat es heftig geregnet und die Rasenfläche steht stellenweise unter Wasser. Wir erhalten ein einigermassen trockenes plätzchen und richten uns ein. Danach machen wir noch einen Strandspaziergang.

Tag 11

Montag 10.11.25

Heute ist wieder ein wunderschöner Tag. Wir beschliessen eine kurze Runde mit den Velos zu drehen. Zuerst fahren wir dem Strand entlang Richtung Süden bis es nicht mehr weitergeht. Beim zurück fahren entdecken wir eine Schaukel und machen wieder einmal ein Bänkli Föteli.

Danach fahren wir zuerst auf dem Veloweg und nachher auf einer wenig befahrenen Teerstrasse. Wir geniessen immer wieder tolle Aussichten und einige geschlossene Restaurants. Schlussendlich erreichen wir den Abzweiger hinunter zum Strand Su Sirboni. Der Weg hinunter mit den Bikes ist nicht ganz einfach und manchmal ist man zu Fuss auch schneller. Wir machen eine längere Pause und geniessen diesen tollen Ort. Langsam bekommen wir Hunger und fahren zurück zum Auto.

Heute gibt es einen kleinen Rollbraten vom Grill, der war richtig fein. Dazu Risotto und einen Salat. Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Stellplatz und geniessen die Sonne. Das war ein richtig schöner erholsamer Tag.

Tag 12
Dienstag 11.11.25

Wir beschliessen heute mit den Rädern zum Torre di Bari zu fahren. Nach einem kurzen Abstecher an den Strand von Fodini geht es auf einer sehr holprigen, mit vielen Wasserpfützen versehen schmalen Strassen an den Strand von Planargia.

Der Strand bei Torre di Bari gefällt uns sehr gut. Wir machen Pause und Paul geniesst einen Schwumm im Meer. Leider sind auch hier alle Restaurants geschlossen und so strampeln wir nach Bari Sardo. Aber auch hier finden wir keine geöffnete Pizzeria oder ein feines Restaurant. Also fahren wir zurück zum Auto und brutzeln Spiessli auf dem Grill und dazu gibt es einen griechischen Salat, war sehr lecker.

Tag 13 

Mittwoch 12.11.25

Heute wollen wir Richtung Norden nach Cala Ganone fahren. Wir machen noch einen Abstecher zum schönen Strand von Cea als die Warnung System AdBlu überprüfen und die Motorleuchte angeht. Was nun? Wir beschliessen gemeinsam mit den Vermietern zuerst AdBlu aufzufüllen und wenn das nichts bringt in eine Werkstatt zu fahren. Leider ist ein Werkstatt Besuch nötig, doch die haben Mittagspause. Wir fahren zum Campingplatz Telis in Arbatax und erhalten dort einen Tipp. Gegen vier fahren wir zur Werkstatt und nach dem auslesen der Daten macht er ein Reset und alles ist wieder gut, hoffentlich. 

Tag 14

Donnerstag 13.11.25

Kaum sind wir heute losgefahren leuchtet die Anzeige wieder auf. Wir finden in Nuoro eine Citröen Werkstatt. Sie sind sehr freundlich und kennen das Problem. Es gibt wieder ein Reset und sie empfehlen uns so nach Hause zu fahren, wenn es nicht weiter als 1000 km sind. Ok, das ist machbar. Eine Bezahlung oder Trinkgeld wurde entschieden abgelehnt. Wir besprechen das ganze noch mit den Vermietern des Campers und beschliessen so nach Hause zu fahren.

 

Nach einer kurzen Pause am Strand von Budoni gehen wir in diesem hübschen Ort noch Mittagessen. Danach fahren wir noch kurz beim Decathlon vorbei, irgendwie müssen wir die Zeit rum kriegen, und dann gehts auf direktem Weg in den Hafen. Es ist schon angenehm wenn man die Wartezeit im Camper verbringen kann. Als eines der letzten Fahrzeuge dürfen wir am Bord und müssen die Rampe in den ersten Stock noch. Dort müssen wir rückwärts zwischen Lastwagen und Wand parkieren, gar nicht so einfach nach einem langen Tag.

Tag 15

Freitag 14.11.25

Schon früh am Morgen werden wir geweckt. Wir packen gemütlich zusammen und trinken erstmal in der Bar einen Cappuccino. Es dauert dann doch noch ziemlich lange bis wir im Hafen sind. Das runter fahren von der Fähre geht dann ganz fix und schon sind wir auf der Autobahn. Wir haben beschlossen direkt nach Hause zu fahren und auf eine letzte Übernachtung zu verzichten. Am späten Nachmittag sind wir zu Hause.

Tag 16

Samstag 15.11.25

Heute heisst es die restlichen Sachen ausräumen, Auto putzen, Entsorgen, voll tanken, Auto waschen und am späten Nachmittag den Camper zurück bringen. Es klappt alles ohne Probleme.

 

Fazit

Es war eine wunderschöne Reise und hat sehr viel Spass gemacht. Wir haben es genossen Abends im warmen Camper zu sitzen und am Tag mobil zu sein. Sardinien ist einfach immer eine Reise wert.